Erinnerung an Kunstmaler Georg Schmid-Auen

„Bürgerstiftung Hermann Knauer Obergünzburg- Kulturzentrum Pfarrstadel“
plant 2019 mit einer Bilderausstellung im Heimatmuseum eine Würdigung des großen Künstlers * 20.09.1902   + 21.05.1963

In vielen Obergünzburger Häusern erinnern seine Bilder mit gemütvollen Darstellungen von Szenen des täglichen Lebens im Ort, aber vor allem von Gebäuden, Gärten und Anlagen, wie sie sich im Obergünzburger Flecken selbst und im Günztal in der Nachkriegszeit und in den fünfziger Jahren zeigten.

Georg Franz-Xaver Schmid-Auen, so sein ganzer Name, war 1945 zum Militär eingerückt. Seine Frau Elisabeth und Tochter Franziska wurden in den Kriegsjahren aus dem zerbombten München evakuiert, Sein Maler-Atelier und ihr Friseurgeschäft in der Münchener Sonnenstraße waren ausgebrannt und so kam die Familie, wie viele Andere auch,  ins Allgäu und so die Schmid-Auens eben nach Obergünzburg.

Am 20. September 1902 in München geboren, erwarb sich Schmid-Auen mit vielen Aufträgen, auch aus dem Ausland große Anerkennung in Künstlerkreisen. Aus dem Militäreinsatz zurück, entfaltete er mit etwa 43 Jahren in seiner Obergünzburger Zeit erneut seine kreativste malerische Kunst, um seine Familie ernähren zu können., Die Beschaffung von Farben erforderte seinerzeit viel Organisationstalent und Zeit.

Georg Schmid-Auen, wie er namentlich verkürzt in Obergünzburg bekannt war, wohnte in den wenigen Jahren eine Zeit im Gashaus, hinter der ehemaligen Metzgerei Stetter, dann im Gabler`schen Haus (Dachgeschoß) Steingasse 92 (heute Kemptener Str. 10) und letztendlich im 1. Stock des Gasthauses Hasen im Oberen Markt 11.

Bei Malermeister Josef Egg im Unteren Markt entlehnte er sich manche Maler-Utensilien und oft auch die Staffeleien. Mit seiner bescheidenen und gemütlichen Art fand er schnell einheimische Freunde und Gönner, die ihm nicht nur beim sogenannten Hamstern gegen ein Bild mit Eiern und Schmalz versorgten, sondern auch Bilder in Auftrag gaben und gegen Materialien tauschten oder abkauften.

Noch zu Lebzeiten, aber schon erkrankt,  kaufte er in der Auer-Duld in München ein schmiedeeisernes Kreuz, das er sich einmal auf seinem Grab wünschte. Am 21. Mai 1963 verstarb der Künstler im Krankenhaus Obergünzburg und fand auf dem Nikolaus-Bergfriedhof seine letzte Ruhestätte.

Aufruf an die Bevölkerung

Jetzt konnte die „Bürgerstiftung Hermann Knauer“ das schmiedeeiserne Grabkreuz, der längst aufgelösten Grabstätte, eine kunstvolle Schlosserarbeit aus dem Jahre 1851 zur Restaurierung und Neufassung erwerben.

Der Stiftungsgründer plant für das nächste Jahr 2019 eine interessante Bilderausstellung mit den Arbeiten des Künstlers im Heimatmuseum oder im Pfarrstadel, sofern die Besitzer der etwa einhundert Ölbilder, Aquarelle und Kohlezeichnungen diese als Leihgabe der Bürgerstiftung Hermann Knauer Tel.: 08372/1416 zur Verfügung stellen. Die im Juli 2019 geplante Vernissage wird bei der Bevölkerung im Ort ganz sicher großes Interesse finden, zumal die überwiegende Zahl der Ölgemälde die Ortsgeschichte Obergünzburgs des vergangenen Jahrhunderts widerspiegelt.

Bild Blumengarten Schmid Auen
Blumengarten beim Klösterle der Franziskanerinnen – Ölgemälde Schmid-Auen                                                                
Text und Foto: Hermann Knauer