Der Arbeitskreis Heimatkunde begab sich kürzlich auf eine spanende Zeitreise durch die Pfarrkirche St. Martin. Niemand Geringeres als der ehemalige Kirchenpfleger Hermann Knauer führte die „Heimatler“ durch das Gotteshaus und gewährte dabei tiefe Einblicke auch hinter die Kulissen. In seiner langjährigen Dienstzeit fielen zahlreiche Großprojekte an, die St. Martin bis heute prägen. Knauer berichtete fachkundig von den finanziellen und organisatorischen Kraftakten:
Glanzpunkt Orgel: Die aufwendige Instandsetzung der Königin der Instrumente.
Innenrenovierung: Der Erhalt der künstlerischen Substanz unter strengen Denkmalschutzauflagen.
Gemälde und Skulpturen: Die Restaurierung und Ersatzbeschaffungen waren ein ständiges Thema.
Was die Führung jedoch besonders machte, waren nicht die nackten Zahlen der teuren Renovierungen, sondern die persönlichen Anekdoten. Mit viel Herzblut erzählte Hermann Knauer von den kleinen und großen Hürden des Alltags und gab “ Schmankerl “ aus der Praxis preis, die in keinem Geschichtsbuch stehen. So wurde aus der Kirchenführung ein lebendiger Austausch, der die Arbeit eines Kirchenpflegers gebührend würdigte.
Foto und Text : Karl Fleschutz